Die Kraft der Ahnen

Wenn wir auf die Welt kommen, sind wir noch weitgehend wie leere, weisse Blätter. In dieser Unschuld und Offenheit verbringen wir die ersten Wochen und Monaten unseres jungen Lebens fast ausschliesslich mit unserer Mutter. Mit ihr sind wir wie ein Wesen und mit ihren Gedanken und Gefühlen verbunden. Wir erkennen uns noch nicht einmal als von ihr getrennt.

In dieser Einheit spüren wir immer was sie mag, aber auch was ihr Sorgen macht, oder was sie ablehnt. Weil wir sie vollkommen lieben, lernen wir alles zu vermeiden, was ihr Kummer machen könnte. Auch wenn wir uns selbst dabei einschränken müssten.

Zum Vater entsteht dann in späteren Phasen unserer Entwicklung eine tiefe Verbindung. Beide Eltern werden so zu den ersten und wichtigsten Lehrern in unserem Leben.

Vielleicht waren wir als Kinder laut und wild. Wir fühlten aber, dass unsere Eltern nur schwer mit unserer Lebendigkeit umgehen konnten. Vielleicht ermahnten sie uns sogar  immer wieder „lieb“ zu sein. Oft versuchten wir uns dann zu „bessern“ und waren aus reiner Liebe zu ihnen bereit uns selbst in unserer Lebendigkeit einzuschränken.

Da sich aber das Leben in uns schwer unterdrücken liess, wurden wir vielleicht auch wütend oder störrisch. In der Folge bekamen wir dann auch ein schlechtes Gewissen, weil es uns nicht gelingen wollte „artig“ oder „lieb“ zu sein und uns anzupassen.

Entweder wir konnten uns später selbst effektiv anpassen und leiden noch heute unter dem Verbot wild oder zornig zu sein, oder wir lehnen uns noch immer gegen Mutter und Vater auf, ringen um ihre Anerkennung, oder stellen uns über sie.

Ihre Vorlieben, ihr vorgelebtes Beispiel, ihre Werte und Abneigungen formten in hohem Mass jene Glaubenssätze und Wertmassstäbe, die später unser Leben ausmachen sollten. So wurden wir ein Stück „wie“ unsere Mutter, „wie“ unser Vater.

Bis zum heutigen Tag tragen wir alle Reaktionsmuster, Moralvorstellungen, Verbote und Ideen über die Welt in uns fort, die aus unseren frühen Kindertagen stammen.

Selten aber lieben wir das, was wir von unseren Eltern glauben geerbt zu haben,- und das ist ein Problem!

Wer schon mal „Familienaufstellungen“ miterlebt hat, kennt vielleicht auch das Heilungsbild das entsteht, wenn das „Erbe“ der Eltern angenommen wird. Dann steht die Mutter, der Vater hinter uns,- dann fliesst die Kraft der Ahnen von hinten uns zu. Dann stehen uns ihre Lebenserfahrungen zur Verfügung.

Dann führen wir sozusagen die Linie unser Vorfahren an, wenn wir mit ihrem Erbe wirklich Frieden geschlossen haben.

In vielen Stammeskulturen gibt es bedeutsame Rituale, die den heranreifenden jungen Menschen helfen das Erbe ihrer Ahnen anzunehmen, aber auch sich ganz bewusst von ihnen zu lösen, damit sie zu erwachsenen Menschen werden, um ihr eigenes Leben leben zu können.

In unserer westlichen Kultur fehlen aber leider solche Rituale gänzlich. Weil es so unendlich wichtig ist „wirklich“ mit dem elterlichen Erbe im Frieden zu sein, bieten wir immer wieder die Seminarreihe
Ho’oponopono und die Kraft der Ahnen an: 

Mit herzlichem Gruss,

Tom

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